mobile Menu
Neue Beschwerde

sdr schreibt:

Schlimmer geht immer

Am 04.05.2016 erwarb ich in der Berliner Mediamarkt-Filiale im Kaufpark Eiche zum Preis von 299 Euro ein Sony-Smartphone vom Typ Xperia Z3. Es sollte mein langsam altersschwächelndes Samsung S4 Active ersetzten. Zuhause ausgepackt stellte ich fest, dass die SIM-Karte meines damaligen Providers 1&1 nicht in den Slot des Z3 passte. Also ging ich zu 1&1 auf die Homepage, um mir eine passende Micro SIM für das Z3 zu ordern, wovon ich jedoch wieder Abstand nahm, nachdem ich sah, dass mich die Bestellung einer Micro SIM bei den Montabaurer Beutelschneidern 19,90 Euro würde kosten sollen. Auf einen ohnehin Ende Juli 2016 gekündigten Vertrag schien mir das nicht mehr rentabel zu sein und ich beschloss stattdessen, mit der Inbetriebnahme des Z3 eben noch so lange zu warten, bis ich von meinem neuen Netzprovider ohnehin eine in das Z3 passende Micro-SIM zugesendet bekommen würde. Diese knapp 3 Monate verbrachte das Z3 also OVP im Regal. Ende Juli 2016 nahm ich es dann in Betrieb und es dauerte von da an keine 5 Monate bis die Gummidichtung von der USB-Lade-Abdeckung auf das Anderthalbfache ihres ursprünglichen Umfangs ausgeleiert war, so dass sie entfernt werden musste, um die Abdeckung überhaupt wieder schließen zu können, damit sie nicht abreißt (was dann einige Wochen später aber ohnehin passierte). Doch das war noch nicht alles. Vor etwa zwei Wochen begann dieses Gerät dann zusätzlich damit, bei jedem ein oder ausgehenden Anruf sofort irreversibel das Display zu deaktivieren. Ein - wenn man Google glaubt - extrem geläufiger Defekt an Sony-Geräten. Während ich die ärgerliche Sache mit dem Gummi- bzw. Plastikteil noch hingenommen hatte - da nicht funktionsbeeinträchtigend - sah ich mich durch den neuerlichen Effekt dann doch zur Reklamation dieses innerhalb von 7 Gebrauchsmonaten zu einem Haufen wertlosem Elektroschrott verkommenen "Smartphones" genötigt. Und wie reagierte Mediamarkt? Ich könne Ihnen heute - achteinhalb Monate nach Kaufdatum - nicht mehr beweisen, dass das Z3 bei Gefahrübergang bereits inhärent mangelbehaftet gewesen sei. Wegen der abgerissenen Abdeckung sowie eines Schlüssel-Kratzers in der rückseitigen Plastikschale erscheine es ebenso gut möglich, dass ich als Kunde durch unsachgemäßen Gebrauch des Z3 diesen Fehler des bei Anrufen schwarz werdenden Displays hervorgerufen hätte. Man sei allenfalls bereit dazu, mein Z3 an Sony einzuschicken, damit dort geprüft werde, ob ein Garantiefall vorläge. Falls dem so wäre, könne ich in ein paar Wochen mit kostenloser Reparatur oder Umtausch (durch Sony) rechnen. Mediamarkt jedenfalls verweigerte jedwedes gewährleistungsrechtliche Einstehen für das von ihnen verkaufte Gerät. Juristisch bewegt sich Mediamarkt hier wegen des unsinnigen § 476 BGB in sicherem Fahrwasser und kann sämtliche ab dem 7. Monat nach Kaufdatum eingehenden Reklamationen zum Schaden der Kundschaft auf eventuelle Garantiegeber (wie hier Sony) abwälzen. Ich werde also nicht juristisch, sondern ökonomisch gegen Mediamarkt-Saturn vorgehen. Werde mein Lebtag lang keinen Fuß mehr in einen Mediamarkt oder Saturn setzten, geschweige denn dort auch nur noch einen einzigen Cent ausgeben.
  • facebook
  • twitter
  • xing
  • linkedin

Ihr Kommentar zu diesem Beitrag

Mit Absenden dieses Beitrags erklären Sie sich mit dessen Veröffentlichung einverstanden. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen.

 

Hinweis: Auch im Forum von ichbindochbloed.de gelten ein paar Spiel­regeln. Die­ses Forum bie­tet keinen Platz für Beschimp­fungen und Belei­digun­gen – auch wenn manch­mal die Emo­tio­nen hoch­kochen. Bitte ver­zich­ten Sie daher auf straf­rele­vante Äußer­ungen und auch auf Fäkal­sprache. Es scha­det Ihrem und unse­rem Anliegen.

Sie können in diesem Forum völ­lig anonym von Ihren Erfahr­ungen berich­ten. Bitte blei­ben Sie in Ihren Schilder­ungen bei den Tat­sachen. Sollten uns Fakten bekannt werden, die am Wahr­heits­gehalt Ihrer Dar­stellung ein­deutig zwei­feln lassen, werden wir Ihren Bei­trag ohne vor­herige Ankün­di­gung ent­fernen. Wir behal­ten uns zudem das Recht vor, Bei­träge sinn­erhal­tend zu kürzen oder um feh­lende Anga­ben zu ergänzen – ähn­lich Leser­briefen in der Zeitung.