mobile Menu
Neue Beschwerde

Mica schreibt:

Gewährleistung ist, wenn Media-Markt das Recht neu interpretiert

Ende April 2014 hatte ich beim Media-Markt in Münster (NRW) einen 55-Zoll-Flachbildschirm von Samsung für knapp 1000 Euro gekauft. Damals waren Beratung und Verkauf sehr gut. Leider entwickelte das Gerät mit der Zeit ein paar Macken und im Januar 2016 erschienen zwei dunkle Flecken auf dem Bilschirm, der zudem noch von Schleihern überzogen wurde. Ich habe das Gerät also zur Reparatur in die Filiale gebracht. Der Mitarbeiter gab mir den Hinweis, dass ich mich auch direkt an Samsung für einen kostenlosen „Vor-Ort-Reparaturservice“ hätte wenden können. Nun aber war ich beim MM und die Reparatur sollte 14 Tage dauern. Nach drei Wochen habe ich dann mal beim MM angerufen. Dort wurde mir dann gesagt, dass der Fernseher irreparabel beschädigt sei und eine Gutschrift von Samsung kommen soll. Allerdings warte man noch auf eine Bestätigungs E-Mail von Samsung. Nach einer weiteren Woche habe ich nochmals angerufen. Leider die selbe Auskunft: Man warte auf Rückmeldung von Samsung. Samsung selbst war auf Rückfrage irritiert, da der Vorgäng längst bearbeitet wäre. Der Hammer allerdings: Der Media-Markt erklärte mir am Telefon, ich könne weder innerhalb der Gewährleistung noch innerhalb der Garantie bei einem irreparablen Schaden mit einem Ersatzgerät noch mit Erstattung des vollen Kaufpreises rechnen. Sein Argument: Die Lebenserwartung eines Fernsehers betrage nur 36 Monate. Wenn ein Gerät aber nach 20 Monaten kaputt gehe, dann sei die Hälfte der Lebenserwartung bereits überschritten. Folglich gebe es nur einen entsprechend geringenen Betrag in Form einen Kaufgutscheins für den Media-Markt. Samsung zeigt sich auf Rückfrage äußerst irritiert. Samsung baue keine Fernseher, die nach 36 Monaten geplant am Ende ihrer Lebensdauer sein. Vielmehr garantiere Samsung innerhalb der Garantiezeit die 100-prozentige Rückerstattung des Kaufpreises. Heißt das also, Samsung zahlt dem Media-Markt den vollen Kaufpreis zurück, der Media-Markt reicht aber nur einen Bruchteil davon an den Kunden weiter und bereichert sich so auf dessen Kosten? Dann wunderte sich der Samsung-Mitarbeiter auch noch, warum es nur Gutscheine für den Media-Markt geben solle. Das sei rechtlich wohl kaum zulässig.
  • facebook
  • twitter
  • xing
  • linkedin

IBDB-Redaktion schreibt dazu:

Der Media-Markt hat sich nach eigenen Angaben den Vorgang noch einmal angesehen und Fehler im Ablauf festgestellt. Nunmehr wird das Unternehmen dem Kunden ein Austauschgerät überlassen. Da das ursprüngliche Modell nicht mehr verfügbar ist, wird der Kunde ein vergleichbares Gerät des selben Herstellers erhalten.

Damit ist für den Kunden der Fall zufriedenstellen gelöst. Er bedauert jedoch, dass der gesamte Vorgang mehr als vier Wochen gedauert hat und die Mitarbeiter ihm gegenüber häufig völlig unzutreffende Angaben gemacht haben.

Ihr Kommentar zu diesem Beitrag

Mit Absenden dieses Beitrags erklären Sie sich mit dessen Veröffentlichung einverstanden. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen.

 

Hinweis: Auch im Forum von ichbindochbloed.de gelten ein paar Spiel­regeln. Die­ses Forum bie­tet keinen Platz für Beschimp­fungen und Belei­digun­gen – auch wenn manch­mal die Emo­tio­nen hoch­kochen. Bitte ver­zich­ten Sie daher auf straf­rele­vante Äußer­ungen und auch auf Fäkal­sprache. Es scha­det Ihrem und unse­rem Anliegen.

Sie können in diesem Forum völ­lig anonym von Ihren Erfahr­ungen berich­ten. Bitte blei­ben Sie in Ihren Schilder­ungen bei den Tat­sachen. Sollten uns Fakten bekannt werden, die am Wahr­heits­gehalt Ihrer Dar­stellung ein­deutig zwei­feln lassen, werden wir Ihren Bei­trag ohne vor­herige Ankün­di­gung ent­fernen. Wir behal­ten uns zudem das Recht vor, Bei­träge sinn­erhal­tend zu kürzen oder um feh­lende Anga­ben zu ergänzen – ähn­lich Leser­briefen in der Zeitung.